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Exklusiv auf nils-fabisch.de und in der Neckarquelle: Interview mit Florian Wünsche
nachdem ich vor ca. einem halben Jahr, im Zuge meiner Mitarbeit bei der Jugendseite “FREItag” in der Neckarquelle mein erstes Interview mit einem “Star” führen durfte, so folgt heute das Zweite. Für alle die sich nicht mehr erinnern, mein erstes Interview war mit Strify, dem Schwenninger Sänger der Band “Cinema Bizarre”. Dieses Mal bin ich beim TV gelandet. So kann ich euch heute das Interview mit dem Nachwuchsschauspieler Florian Wünsche, bei den Jüngeren unter euch, aus diversen Kinderkanal-Produktionen bekannt, vorstellen.
FREItag: Florian, ersteinmal vielen Dank, dass Du dir die Zeit für das Interview genommen hast.
Florian: Gern!
FREItag: Schule und die Dreharbeiten, lässt sich das miteinander vereinbaren?
Florian: Natürlich funktioniert das, ansonsten wäre ich ja nicht schon drei Jahre dabei. Es muss dennoch in erster Linie eine gute Organisation und Planung jedes einzelnen Tages stehen. Gelegentlich vernachlässigt man auch mal das ein oder andere, aber bisher gelang mir das eigentlich ganz gut, wobei es in der Abiturstufe schon eine recht haarige Angelegenheit ist.
FREItag: Wie dürfen wir uns deinen Tag als Jungschauspieler vorstellen?
Florian: Ja… Wie sieht mein Tag aus?! Ich denke in erster Linie muss ich wie alle anderen auch mit dem Wetter klarkommen und mit den Launen meiner Eltern, Mitschüler und Lehrer. Ein Drehtag beginnt für mich morgens wie für jeden Jugendlichen, mit Schule. Nachmittags bin ich von der Schule befreit, da ich mich dann auf den Weg zum Studio mache. Eine Stunde verbraucht dann die Verwandlung von Florian Wünsche in meine Rolle Manuel Siewert. Die restliche Zeit bis 22 Uhr drehen wir dann. Danach geht es nach Hause, wo dann meine Hausaufgaben und der Text zum lernen auf mich warten. Gegen 0:30 Uhr geht es dann ins Bett.
FREItag: Bleibt Dir neben der Schule und den Dreharbeiten noch Zeit für andere Hobbies und Freunde?
Florian: Auch das ist kein Problem, wenn alles gut geplant ist. Sicherlich steht mir nicht so sehr viel Zeit dafür zur Verfügung, wie anderen, aber mein Umfeld und ich haben sich damit arrangiert und alles klappt wunderbar.
FREItag: Wenn man schon als Jugendlicher im Schauspielgeschäft tätig ist, stellt sich immer die Frage, möchtest Du das bis ins hohe Alter machen oder hast Du für die Zukunft andere Pläne?
Florian: Es ist natürlich, dass muss ich vorneweg sagen, eine wundervolle Arbeit an einem Set und mit so vielen kreativen Menschen. Dennoch ist die Schauspielerei ein sehr hartes Pflaster und man muss echt enorm talentiert sein um den Fuß in die Tür zu bekommen. Sagen wir es so, ich schaue was die nächsten Jahre und auch die Zeit nach „Einstein“ so mit sich bringt. Wenn ich merke dass mein Gesicht gefragt ist und ich gut zu tun habe kann ich mir die Zukunft in diesem Beruf sehr gut vorstellen. Wenn es nicht so sein sollte, sehe ich immer noch andere Möglichkeiten mich zu etablieren, deswegen mache ich ja auch Abitur. Im Moment bin ich aber zufrieden, ich habe ein Management in Berlin die mir hin und wieder andere Projekte vermitteln.
FREItag: Als Du mit dem Dreh bei Schloss Einstein begonnen hast, warst Du bis auf kleiner Produktionen, noch recht unbekannt, das änderte sich jedoch mit dem Ausstrahlen der ersten Folgen abrupt. Von einen Tag auf den anderen warst Du, vor allem bei den weiblichen Teenagern, in aller Munde, sogar die Bild-Zeitung schrieb über Dich, hat das den Mensch Florian Wünsche verändert?
Florian: Ich hoffe und denke das dem nicht so ist. Denn ich hatte das Glück durch den Sport, den ich viele Jahre auf sehr hohem Niveau betrieben habe, schon relativ erfolgreich zu sein und konnte dadurch gut mit diesem „Hype“ umgehen. Ich weiß das diese Art von Popularität nur eine Phase ist die ganz schnell vorbei sein kann. Diese Erfahrung und Einstellung hilft mir enorm.
FREItag: Wie hat Dein Umfeld auf diese Popularität reagiert?
Florian: Viele haben sich sehr gefreut, waren interessiert und wollten mehr darüber erfahren. Ab und zu gibt es auch mal Neider, aber die gibt es wohl immer.
FREItag: Das Thema Neid ist besonders bei jugendlichen Schauspielern ein Thema, man hört oft, dass es in ihrem Umfeld viel Neid gibt, trifft das auf dich auch zu?
Florian: Richtig, es gibt relativ viele Leute, die einem nicht wirklich diesen Erfolg gönnen und auch ordentlich dafür sorgen, dass immer wieder ein paar nette Gerüchte entstehen. Ich akzeptiere und verstehe Neid, denn es ist etwas vollkommen Normales. Jedoch gibt es auch gewisse Grenzen und dir waren in der Vergangenheit bei Verleumdungen und Hetzerei eindeutig erreicht. Doch das gehört dazu, ich versuche so gut wie möglich drüber zu stehen.![]()
FREItag: Früher hatte die Serie die unter 13-jährigen als Zielgruppe, Heute werden Themen behandelt, die man bei im Leben von unter 13-jährigen eigentlich nicht erwartet. Wie nah ist die Serie an der Realität?
Florian: Wir sind schon recht realitätsnah, wobei man eingestehen muss dass nicht alle diese Ereignisse in so einer kurzen Zeit an nur einer Schule passieren. Das Konzept ist nicht nur das, dass wir einfach nur eine kultige Serie weiter produzieren, sondern auch, dass wir eine gewisse Aufklärung betreiben wollen, mit Themen die häufig, gerade bei jungen Menschen, kaum Gehör finden.
FREItag: Du bist nun schon seit der ersten Folge in Erfurt dabei, wie sieht deine Zukunft aus, wie lange bleibst Du noch dabei und gibt es schon neue Produktionen mit Dir?
Florian: Momentan bleibe ich der Serie erhalten- Ende ist offen! Außerdem habe ich eine gute Agentur, die mir zukünftig sicher auch weitere Angebote zukommen lässt. Ich bin in vielen Richtungen offen.
FREItag: Du selbst bist vor Kurzem 18 geworden, was waren für Dich die wichtigsten Änderungen die die Volljährigkeit mit sich bringt?
Florian: Ich kann nun endlich Autos und große Motorräder fahren, in Diskos reinzukommen war schon vorher kein großes Problem. Durch die Fahrerlaubnis habe ich jetzt mehr Möglichkeiten, meine Freunde in Berlin, Köln, Leipzig usw. zu besuchen. Das ist schon Klasse.
FREItag: Demnächst sind Bundestagswahlen, du bist nun wahlberechtigt, wirst du die Chance nutzen aktiv an der Politik von Morgen teilzuhaben?
Florian: Ich war bis vor kurzem Kreisschulsprecher der Gesamtschulen in Erfurt und bin deshalb auch sehr engagiert, was Entwicklung und Fortschritt angeht. Bei der Wahl bin ich natürlich dabei! Geht alle Wählen!
FREItag: Hast Du dir schon einmal überlegt deine Bekanntheit zu nutzen und so zusammen mit einer Partei Jugendliche für Politik zu begeistern?
Florian: Im Zuge meiner Tätigkeit als Kreisschulsprecher hatte ich das Angebot, in einer Partei aktiv mitzuwirken. Mir hat allerdings die Partei nicht zugesagt und zum anderen hängt da viel Stress dran, den ich mir momentan nicht zutrauen möchte.
FREItag: Die Serie „Schloss Einstein“ hat es sich zur Aufgabe gemacht möglichst die Themen aufzugreifen, mit denen sich die meisten Jugendlichen konfrontiert fühlen, sei es Alkohol, Drogen, die erste große Liebe oder Leistungsdruck in der Schule aber wäre es in der heutigen Zeit, mit stetig sinkender Wahlbeteiligung, nicht die perfekte Aufgabe einer Jugendserie, Jugendliche für Politik zu sensibilisieren?
Florian: Da stimme ich Dir zu. Das Thema Politik ist wichtig. Allerdings erzählen wir bei Schloss Einstein nur bis zur 10. Klasse. Diese Jugendlichen sind noch nicht wahlberechtigt. Daher ist das Thema nur schwer umzusetzen.
FREItag: Vielen Dank für das Interview!
Florian: Gern!
Die kompletten Rechte des Interviews liegen bei Nils Fabisch/Südwestpresse Die Neckarquelle und dem MDR/KiKa bzw. der Saxonia Media, eine komplette oder Teil-Reproduktion bzw. Veröffentlichung nur unter Genehmigung (Bitte über das Kontaktformular anfragen) der oben genannten Urheberrechtsinhaber.











